Künstlerin Annika Merl: Leidenschaft für Acrylmalerei

Philosophie & Stil: der Fluid-Realismus

Wasser fasziniert mich als Element der Gegensätze. Es kann still und ruhig sein oder kraftvoll und unaufhaltsam; es formt Landschaften und passt sich ihnen zugleich an. Diese Spannungen bilden den Ausgangspunkt für meine zeitgenössischen, abstrakten Arbeiten.

Mit dem von mir geprägten Stil des Fluid-Realismus untersuche ich die Verbindung zwischen unvorhersehbarer, fließender Farbe und bewusster gestalterischer Kontrolle. Die Farbe bringt eine eigene Dynamik in das Bild, während gezielte, haptische Strukturen und präzise Pinselarbeit die Komposition formen. So entstehen Bildräume, in denen Gegensätze nebeneinander bestehen können: Kraft und Balance, Veränderung und Beständigkeit.

Der kreative Prozess

Der Weg zum Werk ist für mich ein Balanceakt und beginnt mit der bewussten Wahl des Mediums. Ob Leinwand oder Mixed-Media-Art-Board – jedes Material reagiert anders auf den Fluss der Acrylfarben.

In einem tagelangen, hochkonzentrierten Prozess lasse ich die Bilder in mehreren Schichten heranwachsen. Während die Farben sich ausbreiten, beobachte ich das Zusammenspiel von Bewegung, Struktur und Leere. Ich greife nur dort ein, wo die Komposition eine klare Entscheidung verlangt. Vollendet durch helle Echtholzrahmen, spiegeln meine fertigen Werke die Natur des Wassers selbst: eine Erfahrung von tiefer Energie, die beruhigend und kraftvoll zugleich wirkt.

Aktuelle Serie: Genesis

Im Zentrum meines aktuellen Schaffens steht die fortlaufende, abstrakte Genesis-Serie – ein Zyklus, in dem ich persönliche Meilensteine und meine künstlerische Evolution miteinander verwebe. Die Serie dokumentiert eine chronologische Entwicklung des Loslassens und Neubeginns:

  • Teil 1: zentrum und weite (März 2026) – die Exploration von Raum und Ruhe.
  • Teil 2: der aufbruch (März 2026) – das kraftvolle Momentum der Veränderung.
  • Teil 3: tiefenströmung (die austreibung) (Juni 2026) – das erste Werk seit der Geburt meiner Tochter, welches dieses tiefgründige Ereignis in einer dichten, emotionalen Bildsprache verarbeitet.
  • Teil 4: der kokon (in Vorbereitung) – die Fortführung der Transformation.

Ausstellungen:

  • Auguat 2026: Gruppenausstellung im Rahmen des art4nature-Projektes in der Frauenkirche Erding
  • September 2025: Gruppenausstellung im Rahmen des art4nature-Projektes im Eisernen Haus, Schloss Nymphenburg, München
  • Juni 2025: Gruppenausstellung im Rahmen des art4nature-Projektes im Eisernen Haus, Schloss Nymphenburg, München
  • Februar 2025: Gruppenausstellung in der art4nature Atelier-Galerie, Bad Tölz
  • Mai 2018: Private Ausstellung in der Galerie Benad, München

Mitgliedschaften:

  • seit Oktober 2023: Mitglied in der Ikonenschmiede Akademie
  • seit März 2025: Mitglied in der art4nature Community
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